Kleiner Kulturkreis Lütjenburg
Künstler

SEHNSUCHTSORTE
Wo das Glück unserer Träume greifbar ist

Achill und Aaron Moser: Im Bann der Sehnsuchtsorte
Sehnsuchtsorte sind Sinnbilder unserer Träume. Achill Moser (Weltenbummler, Fotojournalist und Buchautor) hat sie besucht: sagenhafte Orte voller Magie, die seit Jahrtausenden das Fernweh wecken. Mit seinem Sohn Aaron (Fotograf und Kameramann) berichtet er in einer packenden Live-Multivisionsshow mit beeindruckenden Bildern. Es geht in nach Island, in den Oman, nach Kenia, Marokko und Ägypten; nach Marrakesch, Florenz, Samarkand, Timbuktu, zur Zugspitze, zur Seidenstraße und in die Sahara.  Kommen Sie mit auf eine spannende Reise zu den Orten der Sehnsucht.

Zudem präsentiert Achill Moser sein neues Buch: „SEHNSUCHTSORTE – Wo das Glück unserer Träume greifbar ist“.

Seit mehr als vier Jahrzehnten zieht es den Hamburger Achill Moser in die Welt – dorthin, wo die Seele mit der Geschwindigkeit des Reisens Schritt halten kann.
„Du musst loslassen können, das Zuhause, dein gewohntes Umfeld.“ Für Achill Moser ist das der mutigste, der wichtigste Schritt, um das tun zu können, was er seit Jahrzehnten tut – reisen. Bereits mit 17 Jahren hat er diesen Mut bewiesen und wanderte in der Wüste Marokkos. Ein Schlüsselerlebnis, denn von da an hat die Wüste ihn nie wieder losgelassen. Bis heute war der Hamburger auf mehr als 30 Expeditionen in 28 Wüsten unterwegs – zu Fuß, auf dem Kamel und im Faltboot auf dem Nil und dem Niger, allein oder an der Seite von Nomaden, die ihm die Sternennavigation beibrachten. Mehr als 20.000 Kilometer legte der Wüstenwanderer in den endlosen Landschaften zurück. Er folgte vergessenen Karawanenwegen, uralten Pilgerpfaden und historischen Entdeckerrouten. Sein Motto dabei: Zu Fuß durch die Wüsten der Welt, in einer Geschwindigkeit, in der die Seele Schritt hält. Dieses Motto hat viel mit seinen Begegnungen mit den verschiedenen Wüstenbewohnern – Beduinen, Tuareg, Samburu, Tadschiken oder Uiguren – zu tun. Sie erweiterten Mosers Bewusstsein für das Wesentliche – die einfachen Dinge des Lebens. Ein Schluck Wasser in flimmernder Hitze, ein wärmendes Feuer in eisiger Nacht.
Es waren aber nicht nur die Wüsten, die Mosers Sehnsucht weckten. In Island befuhr er als erster den Jökulsá á Fjöllum, den reißendsten Fluss der nordischen Insel. Mit Segelschiff, Holzfloß, Faltboot, zu Fuß und mit Eseln folgte Moser der sagenumwobenen Route von Odysseus im Mittelmeerraum. Und dass auch vor unserer Haustür magische Sehnsuchtsorte mit grandiosen Landschaften warten, zeigte Moser 2007, als er mit seinem damals 15-jährigen Sohn Aaron den Spuren Heinrich Heines folgte und 250 Kilometer durch den Harz wanderte. Seit damals begleitet Aaron, der heute als Fotograf und Kameramann arbeitet, seinen Vater auf vielen Reisen.
Seit 1979 arbeitet Achill Moser als freier Journalist, Fotograf, Buchautor und Vortragsreferent.

 
Foto © Aaron Moser
Achill Moser, studierte Wirtschaftswissenschaften, Afrikanistik und Arabisch. Lange Zeit lebte er bei nomadisierenden Völkern in Afrika und Asien. Zu Fuß und mit Kamelen wanderte er durch 28 Wüsten der Erde. Er lebt in Hamburg als freier Journalist, Fotograf, Buchautor und Vortragsreferent. Seine Reportagen erschienen in GEO, STERN, SPIEGEL und MERIAN. Zudem berichtete er in zahlreichen Fernseh- und Radiosendungen. Er veröffentlichte mehr als 25 Bücher.

Aaron Moser, lebt in Hamburg und arbeitet beim NDR und als freier Kameramann und Fotograf. Für das Reisemagazin MERIAN und andere renommierte Zeitschriften fotografierte und filmte er in Spanien, Schottland, Schweiz, Afrika und auf Island.
zurück zum Programm >>    
DER HUNDERTJÄHRIGE, DER AUS DEM FENSTER STIEG UND VERSCHWAND von Jonas Jonasson
Übersetzung: Wibke Kuhn © 2011 carl’s books, in der Verlagsgruppe Random House GmbH

„Es gibt eigentlich nur zwei Dinge, die ich besser kann als die meisten anderen. Ich kann Schnaps aus Ziegenmilch herstellen und eine Atombombe zusammenbasteln.”

Allan Karlsson wird 100 Jahre alt. Eigentlich ein Grund zu feiern. Doch während sich der Stadtrat und die lokale Presse auf das große Spektakel vorbereiten, verschwindet der Hundertjährige ganz einfach – und versetzt ganz Schweden in Aufruhr. Ein Koffer mit gestohlenem Geld, in dessen Besitz Allan eher zufällig gelangt, bringt eine Verbrecherorganisation auf den Plan, die ihr Eigentum zurückhaben möchte. So kommt es, dass schließlich nicht nur die Polizei hinter ihm her ist, sondern auch die Ganoven. Glücklicherweise muss er seinen Weg nicht allein fortsetzen. Nach und nach gesellen sich skurrile Figuren wie der Gelegenheitsdieb Julius Jonsson, der ewige Student Benny Ljungberg und die schöne Gunilla Björklund hinzu. Unauffällig kann die ungewöhnliche Reisegruppe nicht reisen, da auch noch Elefant Sonja mit an Bord ist. Dass auch einige Leichen den Fluchtweg von Allan und seinem Gefolge pflastern, ergibt sich eher zufällig. Doch mit solchen Dingen hat Allan seine Erfahrung, er hat schließlich in jüngeren Jahren das ganze Weltgeschehen auf den Kopf gestellt.

Jonas Jonasson erzählt die Geschichte einer urkomischen Flucht und zugleich die irrwitzige Lebensgeschichte eines eigensinnigen Mannes, der sich zwar nicht für Politik interessiert, aber trotzdem irgendwie immer in die großen historischen Ereignisse des 20. Jahrhunderts verwickelt war. Der Titel ist seit seinem Erscheinen von keiner Bestsellerliste mehr wegzudenken und ist bis dato drei Millionen Mal allein im deutschsprachigen Raum verkauft worden.

Jörg Schüttauf und Holger Umbreit lesen und spielen Auszüge aus diesem wunderbaren Roman.

Holger Umbreit absolvierte seine Schauspielausbildung bei Margot Höpfner und begann seine Theaterlaufbahn 1996 bei den Bad Hersfelder Festspielen unter der Intendanz von Volker Lechtenbrink. Nach verschiedenen Theater-engagements auf Tournee konzentrierte er sich auf Synchron- Sprecher- und TV-Aufgaben in Hamburg. So spielte er in beliebten TV-Serien wie u.a. "Die Rettungsflieger", "Großstadtrevier", "Da kommt Kalle", "Die Pfefferkörner", "Notruf Hafenkante", "Tatort" oder "Sibel & Max". 2013 startete er mit Jörg Schüttauf die Lesung aus "Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand." Ebenfalls 2013 spielten beide dann auch die Uraufführung des Theaterstücks am Altonaer Theater Hamburg. 2016 gründete Holger Umbreit das Tourneetheater "umbreit Entertainment e.K."
2017/18 gastiert er am Ernst Deutsch Theater als Dr. Diafoirus in „Der eingebildete Kranke“ von Moliére.

 
 
 
 
Jörg Schüttauf, 1961 in Chemnitz geboren, ist gelernter Tischler und startete seine Theaterkarriere als Bühnentechniker der Chemnitzer Oper, bevor er die Seiten wechselte und Schauspiel studierte.
Nach zahlreichen Film- und Bühnenrollen wurde er spätestens als „Fahnder“ (ARD 1992 - 1996) einem
Millionenpublikum bekannt. Er war Kommissar Fritz Dellwo im Frankfurter Tatort (2002 – 2010) und wurde bisher mit 6 Adolf-Grimme-Preisen, 2 Fernseh-preisen, 1 Preis der Deutschen Filmkritik für "Berlin is in Germany" sowie zahlreichen weiteren Preisen ausgezeichnet. 2017 erhielt er den Bayerischen Filmpreis als bester Schauspieler
     
zurück zum Programm >>    
NOAH QUARTETT
Alexandra Psareva - Violine
Michael Stürzinger - Violine
Erik Wenbo Xu - Viola
Bettina Barbara Bertsch - Violoncello

Die Mitglieder des Noah Quartetts haben zwar verschiedene kulturelle Hintergründe, aber eine gemeinsame musikalische Wahlheimat: das renommierte NDR Elbphilharmonie Orchester. In diesem weltweit konzertierenden Orchester haben sie sich in der täglichen Arbeit mit großen Dirigenten und berühmten Solisten kennen und schätzen gelernt. Was den Vieren noch gemeinsam ist: sie alle haben bereits im frühen Kindesalter mit dem Spiel ihres Instruments begonnen und später zahlreiche Preise bei Wettbewerben gewonnen. Der Wunsch, sich neben der Orchesterarbeit künstlerisch auch
in der anspruchsvollsten und zugleich intimsten Gattung der Kammermusik auszudrücken, führte zur Gründung des Noah Quartetts. Seitdem arbeiten die vier Künstler intensiv und kontinuierlich am Repertoire, die Weiterentwicklung des eigenen Quartettklanges ist ihnen Motivation und Herausforderung zugleich. Für das Jahr 2017 stehen einige besondere Highlights im Kalender des Ensembles:
Anfang Mai eröffnen sie in Hamburg die Tschaikowsky-Tage, im Juni spielen sie anlässlich der Verleihung des Brahms-Preises an den großen Dirigenten Herbert Blomstedt und im Oktober bestreiten sie in der Hamburger Elbphilharmonie das Auftaktkonzert der neuen Kammermusikreihe des Norddeutschen Rundfunks. - Für die Namensgebung des Noah Quartetts gibt es zwei Inspirationsquellen:
Der kleine Sohn des Bratschers trägt diesen Namen und weckt bei den Musikern in zweiter Ebene die Assoziation an den biblischen Mythos von Noahs überlebenswichtiger Arche. Für die vier Mitglieder des Noah Quartetts bedeutet Streichquartett spielen, sich in einen geborgenen Raum zu begeben, quasi eine konzentrierte musikalische Arche, die Musiker wie Publikum über die Reizüberflutungen des modernen Lebens hinweg tragen kann.

Alexandra Psareva wurde in St. Petersburg geboren. Sie studierte Violine zunächst bei Prof. Sacurin in St. Petersburg und wechselte dann an die Musikhochschule Hamburg zu Prof. Röhn. Ausgezeichnet wurde sie u.a. mit dem 2. Preis beim Wettbewerb Junge Virtuosen" in St. Petersburg und mit dem 1. Preis beim Elise Meyer-Wettbewerb, Hamburg. Von 1997 bis 1999 spielte sie die 1. Violine im Streichquartett Hamburger Kammerensemble . Seit 2001 ist sie in der Gruppe der 1. Violinen Mitglied des NDR Elbphilharmonie Orchesters, seit 2012 bekleidet sie die Position der 2. Konzertmeisterin. Daneben gehörte sie u. a. 2002 dem Orchester der Bayreuther Festspiele an und ist als Konzertmeisterin gern gesehener Gast in zahlreichen namhaften Sinfonieorchestern.

Michael Stürzinger wurde als Sohn von Musikereltern in Marl geboren. Mit 4 Jahren erhielt er erstmals Klavier-unterricht bei der Mutter. Mit 5 Jahren wechselte er dann zur Violine und erhielt seinen ersten Unterricht bei seinem Vater. Mit 9 Jahren gab er seine ersten Solokonzerte, unter anderem mit der Philharmonia Hungarica, mit der er Vivaldis 4 Jahreszeiten spielte und auf Tournee ging.
Zahlreiche 1. Preise bei "Jugend musiziert" und Einladungen zur renommierten Kronberg Academy belegen sein frühes Talent. 2008 wurde er als Student in der Klasse von Prof. Mintcho Mintchev an der Folkwang Universität der Künste in Essen aufgenommen. Wichtige Kammermusikerfahrung bekam Michael Stürzinger unter anderem bei Professoren wie Prof. Andrej Bielow und Thomas Carrol, mit denen er zusammen konzertierte, sowie im Unterricht bei Prof. Vladimir Mendelssohn und Prof. Andreas Reiner. In der Spielzeit 2013/2014 war Michael Stürzinger Akademist im NDR Elbpilharmonie Orchester. Seit Mai 2016 spielt er im NDR Elbpilharmonie Orchester in den 2. Violinen.

Erik Wenbo Xu wurde in China geboren und kam zum Violin-Studium nach Deutschland an die Staatlichen Musikhochschulen Trossingen (bei Prof. Wolfram König) und Stuttgart. Dort schloss er 2006 seine künstlerische Ausbildung auf der Viola bei Prof. Günther Teuffel und im Fach Kammermusik beim Melos Quartett ab. 2009 folgte sein Konzertexamen mit Auszeichnung. Künstlerische Impulse erhielt Erik Wenbo Xu insbesondere durch Eberhard Feltz, Franz Beyer und Wolfram König.
Von 2001 bis 2007 war er Gründungsmitglied des Jade Quartetts und erspielte sich mit diesem Streichquartett den 1. Preis beim deutschlandweiten Hochschulwettbewerb Frankfurt 2004, außerdem den Iris-Marquart Preis, den 3. Preis beim 5th Japan Osaka International Chamber Music
Competition 2005 und den 1. Preis beim "Internationalen zeitgenössischen Musikwettbewerb für Streichquartett München 2007". Seit 2010 ist Erik Wenbo Xu stellv. Solo-Bratscher beim NDR Elbphilharmonie Orchester.

Bettina Barbara Bertsch wurde in Bonn geboren und studierte bei den Professoren Maria Kliegel in Köln, bei William Pleeth in London und David Geringas in Lübeck. Studien über mehrere Jahre beim Amadeus Quartett und bei Prof. Walter Levin vom LaSalle Quartett legten früh einen Grundstein für ihr heutiges Engagement in der Kammermusik. Als 1. Bundespreisträgerin von Jugend musiziert und Stipendiatin der Stiftung Kunst und Kultur/Nordrhein-Westfalen sowie der Studienstiftung des
deutschen Volkes wurde die Cellistin zu zahlreichen Rundfunk- und TV-Aufnahmen beim NDR und WDR eingeladen. Seit 1995 ist sie Mitglied des NDR Elbphilharmonie Orchesters und hat in dieser Zeit mehrere CDs für das Label MUSICAPHON eingespielt. In jüngster Zeit brachte sie die Kammermusik mit international renommierten Künstlern wie der Geigerin Lisa Batiashvili und dem Pianisten Dejan Lazic zusammen.


 
Foto © Gelucka
zurück zum Programm >>    

Jo van Nelsen

GRAMMOPHON-LESUNGEN                 

2018 feiert Deutschland den 125. Hans Falladas.
Der noch heute bekannteste Roman Falladas,
„Kleiner Mann, was nun?“ , machte seinen Autor 1932 mit einem Schlag berühmt.

Kurz vor der Machtergreifung der Nazis ganz im Stil der Neuen Sachlichkeit geschrieben, erschien es dem damaligen Verleger Ernst Rowohlt sicherer, diesen sozialkritischen Roman der Wirtschaftskrise nur in einer stark lektorierten und fast um ein Viertel gekürzten Form erscheinen zu lassen. Allzu politisch brisante Passagen wurden gestrichen, ganze Handlungsstränge (z.B. über das ausschweifende Berliner Nachtleben) entfernt.
2016 erschien erstmals die ungekürzte Fassung dieses Buches um den sprichwörtlichen „Kleinen Mann“ der Weimarer Republik und sorgte für eine literarische Sensation.
Die herzzerreißende Liebesgeschichte zwischen Johannes Pinneberg und seinem „Lämmchen“, die sich gegen Arbeitslosigkeit und Weltwirtschaftskrise behaupten, rührt auch heute noch durch ihre präzise Beobachtungen des Alltags und ihre trockene Komik. Kaum ein anderes Buch vermittelt so spielerisch die Tragik des Einzelnen in den Wirren einer politisch wie wirtschaftlich unübersichtlichen Zeit – und ist damit kostbares Lehrstück für unsere Gegenwart!

Jo van Nelsen (geboren 1968 in Bad Homburg) wird gerne in der Presse als „Kulturallrounder“ bezeichnet. Begonnen hat der Musikkabarettist als Chansonnier und brachte bislang 17 Soloprogramme auf die Bühne und 19 verschiedene Tonträger in die Läden (u.a. 1989 den Top-Ten-Hit „Der Erdbeermund“). Er arbeitet als Schauspieler und Moderator in Theater und Varieté (u.a. Tigerpalast, Frankfurt/M.), im Rundfunk und im Fernsehen. Er erhielt u.a. den Ralph-Benatzky-Chansonpreis und den Thüringer Kleinkunstpreis. Als Sprecher leiht er seine Stimme prominenten Charakteren in so populären Spielen wie "World of Warcraft" und "Final Fantasy". Seit 2001 arbeitet er vermehrt als Regisseur im Bereich Theater und Kleinkunst. Als Autor hat Jo van Nelsen ein Standardwerk zur Geschichte des deutschen Kabarettchansons bei dtv veröffentlicht, 2006 wurde sein erstes Theaterstück in Stuttgart uraufgeführt. Seit 2009 arbeitet er zudem als Systemischer Coach. Er lebt in Frankfurt am Main.

 
Foto © K.Schander
 
 
     
zurück zum Programm >>    
Die Hamburger Ratsmusik: ein Ensemble mit 500-jähriger Geschichte.
Dieser Gegensatz reizt zum kreativen Dialog zwischen Tradition und Gegenwart, von Alter Musik und lebendiger Interpretation. Und Hamburgs kühle Brise sorgt bis heute für allzeit frischen musikalischen Wind.
Die Anfänge der Hamburger Ratsmusik reichen zurück bis ins 16. Jahrhundert. Nach dem Grundsatz „Gott zu Ehren und Hamburg zur Lust, Ergötzlichkeit und Nutz“ leistete sich die Stadt ein Eliteensemble von acht Ratsmusikern, das vielen fürstlichen Hofkapellen Konkurrenz machen konnte. Seine erste Blüte erreichte das Ensemble im 17. und 18. Jahrhundert unter führenden Musikern wie William Brade, Johann Schop, Georg Ph. Telemann und C.P.E. Bach.

Wieder auferweckt 1991 von der Gambistin Simone Eckert hat das Ensemble in nun 25jähriger Zusammenarbeit  mit Hingabe und Enthusiasmus ein umfangreiches und außergewöhnliches Repertoire erarbeitet. Für die Musiker ist die Musik ihrer Vorgänger durch ihre enge Anlehnung an Rhetorik und durch nuancenreiche Artikulation so „beredt“, so nah an der menschlichen Sprache wie keine andere. Durch ihre klaren Strukturen und die vielfältigen Rhythmen, entlehnt aus jahrhundertealten Tänzen, entwickelt die Musik des 16. bis 18. Jahrhunderts ihren eigenen Swing.
Auch lockt immer wieder das Abenteuer der Neuentdeckung unbekannter alter Musik, die in Europas Bibliotheken schlummert. Diese Schätze wiederzubeleben ist eine spannende Zielsetzung. In Konzerten, Rundfunk- und CD-Einspielungen und in Editionen für internationale Verlage präsentieren die Ratsmusiker ihre Entdeckungen dem Publikum.
Das Ensemble konzertiert heute auf den wichtigen Festivals in Deutschland und Europa, darunter die Göttinger Händelfestspiele, die Barockfestspiele Bad Arolsen, die Händel-Festspiele Halle, das Bachfest 2004 in Hamburg, Bayreuther Barock, der Fränkische Musiksommer, die Niedersächsischen Musiktage, die Thüringer Bachwochen, das Gottorfer Barockfest, die Darmstädter Residenzfestspiele, das internationale Buxtehudefest in Lübeck, die internationalen Heinrich-Schütz-Tage 2007 in Hamburg, das Bachfest Leipzig, das Schleswig-Holstein Musikfestival, die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, den MDR-Musiksommer, das Rheingau Musikfestival, „Italia mia“ und die Resonanzen in Wien, die Internationalen Orgelwochen Nürnberg, das Festival Sandstein und Musik in Dresden, das Moselmusikfestival, die Landshuter Hofmusiktage, die Europäischen Wochen Passau, das Festival Mitte Europa, das Musikfest Stuttgart, der Mainzer Musiksommer, die Köthener Bachfesttage, das Fest für Alte Musik Köln, Amager Festival Kopenhagen, RheinVokal, Rosetti-Festtage im Ries, Haydn-Festspiele Eisenstadt, Barocktage A-Melk, Festtage für Alte Musik A-Innsbruck, Morgenlandfestival Osnabrück, Haydn-Festspiele Eisenstadt, Mozartfest Würzburg. 2017/18 folgen die Musiker Einladungen zum Boston Early Music Festival/USA, nach Oxford/GB, Fertöd/HU und China.

Mehr als 30 CDs mit zumeist Weltersteinspielungen Alter Musik für die Labels Carus, cpo, Thorofon, audite, NCA, Christophorus und Phoenix Editions und Aufnahmen für fast alle deutschen Rundfunksender dokumentieren seine Wiederentdeckungen von Musik aus Barock und Frühklassik. Seit 2009 veröffentlicht die Hamburger Ratsmusik deren Notenmaterial in einer eigenen Editionsreihe beim Verlag Walhall.  Die internationale Presse lobt die „Subtilität“ und die „exzellente Kenntnis des barocken Stils“ seiner Interpretationen und die Hamburger Ratsmusik als „führendes Ensemble für Alte Musik“.
2006 wurde das Ensemble mit dem Echo-Klassik, dem wichtigsten deutschen Musikpreis, ausgezeichnet für die CD "Lübecker Virtuosen". Seine CD „Thomas Selle - Chorale Concertos & Chorale Variations “ erhielt mit der Reihe „Musica Sacra Hamburgensis“ den Echo Klassik Sonderpreis 2010. 2016 bekam die Ratsmusik den RITTER-Preis der Oscar und Vera Ritter-Stiftung Hamburg verliehen.

 
 
Hamburger Ratsmusik
Simone Eckert
Viola da gamba, Baryton
Christoph Heidemann
Barockvioline
Bettina Ihrig
Barockviola, Barockvioline
Dorothee Palm
Barockvioloncello
 
zurück zum Programm >>    

Trio Macchiato
das ist mittlerweile ein Synonym für mit Rasanz, Energie und Poesie gespielte Musik rund ums Mittelmeer.
2007 erscheint das Debüt „ Café Méditerraneo“ bei Herzog Records, das für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik nominiert wird. Das zweite Album „Orientexpress“ fährt seit 2010 musikalisch auf den Spuren des berühmten Zuges
von Paris nach Istanbul. International besetzt, gewinnt Trio Macchiato eine immer größere Fangemeinde, spielt auf nationalen und internationalen Bühnen und ist Stammgast bei renommierten Festivals wie dem Rheingau Musikfest, dem MDRMusiksommer, den Niedersächsischen Musiktagen, dem Festival Mitte Europas, dem Beethovenmusikfest und den Ludwigsburger Schlossfestspielen.

Jana Mishenina: Violine, Gesang, Glockenspiel
Die in Moskau geborene Tatarin studierte zunächst am Konservatorium ihrer Geburtsstadt sowie an der Sweelinck Musikhochschule Amsterdam. Sie war Mitglied der Deutschen Kammerphilharmonie, dem Concerto Grosso Frankfurt und der Philharmonie der Nationen. Heute verfolgt sie einen persönlichen Weg zwischen Zigeunerfolklore, italienischen Canzione, Tango Argentino sowie slawischen Einflüssen.

Jakob Neubauer: Akkordeon, Bandoneon, Vibrandoneon, Concertina, Gesang
Der Nachkomme deutscher Kolonisten vom Ufer des Schwarzen Meeres studierte an der Musikhochschule St. Petersburg und war 1978 Preisträger des großen Russischen Akkordeonwettbewerbs. Nach Zwischen-stationen in London, Paris und Berlin lebt er seit 1991 in Hamburg und ist hier als Orchester- und Theatermusiker
tätig, u.a. am Deutschen Schauspielhaus, an der Hamburger Oper und im Philharmonischen Staatsorchester, bei den Sinfonieorchestern des NDR und WDR sowie der NDR Big Band.

Henry Altmann: Kontrabass, Perkussion, Euphonium, Mandoloncello, Jodel, Glockenspiel, Gesang
Der Nachfahr französischer Zigeuner studierte in Hamburg und New York, lebte in Paris und Dresden. Neben Film- und Theatermusiken für Produktionen in Hamburg, dem Festspielhaus Hellerau/ Dresden und Palermo schrieb er ein Streichquintett, Kompositionen für die NDR-Bigband, die Eröffnungsmusik für das Prager Tanztheaterfestival Čtiřy dný und war musikalischer Leiter bei Hermann & Tietjen.
Tourneen führten ihn neben vielen europäischen Ländern und der ehemaligen GUS nach Cuba, Mittel- und Südamerika, Südostasien und die USA. 1996 gewann Altmann den Bass Award Hamburg, 1997 erhielt er den Förderpreis des Freistaates Sachsen, 1998 den 1. T.-Unruh-Preis. Es folgten mehrere CD- und DVDVeröffentlichungen
mit u.a. seiner Band La KaffeehausAvantgarde.

 
 
 
 
zurück zum Programm >>    
Galerie 2ter Blick - Marc Richter, Galerie - Kunsthandel, Lütjenburg
Kleiner Kulturkreis Lütjenburg und Umgebung e.V. - info@kleiner-kulturkreis.de